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Guten Headhunter für Vertrieb erkennen: Achten Sie darauf, was er aussortiert

Aus der Praxis
Personalberatung für Vertrieb und Fachkräfte im Mittelstand
Einen guten Headhunter für Vertrieb erkennen Sie an der Arbeit, die er macht, bevor Sie das erste Profil sehen. Er spricht Vertriebler direkt an, die gar nicht suchen, und stellt Ihnen nur Kandidaten vor, mit denen er selbst ausführlich gesprochen hat.
Zugespitzt gesagt: Ein dicker Stapel Lebensläufe nach wenigen Tagen ist selten ein gutes Zeichen. Das klingt verdreht, hat aber einen einfachen Grund.
Viele Geschäftsführer kennen diesen Satz: „Wir hatten schon einen Headhunter. Da kamen nur Profile, die nicht gepasst haben.“ Die Stelle im Vertrieb ist danach immer noch offen, und das Vertrauen in die Branche ist weg.
Meistens lag das an der Arbeitsweise des Headhunters.
Warum ein voller Posteingang ein schlechtes Zeichen ist
Lebensläufe weiterleiten kann jeder. Dafür braucht es eine Datenbank und eine Stellenbörse. Wer so arbeitet, findet die Leute, die gerade aktiv suchen. Das sind im Vertrieb oft nicht die, die Sie haben wollen.
Ein Außendienstler, der sein Gebiet im Griff hat und seine Ziele erreicht, schreibt selten Bewerbungen und taucht kaum in einer Datenbank als wechselwillig auf. Wenn ein Headhunter Ihnen trotzdem in kurzer Zeit viele Profile schickt, hat er sehr wahrscheinlich dort gesucht, wo Sie selbst auch suchen könnten.
Für Sie heißt das: Sie sichten wieder selbst. Sie führen wieder Gespräche, die nach wenigen Minuten klar sind. Ihre Zeit als Geschäftsführer geht in eine Suche, die Sie eigentlich abgeben wollten.
Der Irrtum: Viele Profile heißen viel Arbeit
Ich glaube, hier liegt der eigentliche Fehler. Viele Unternehmen messen einen Headhunter daran, wie viel bei ihnen ankommt. Volle Liste, fleißiger Berater.
Wer genauer hinschaut, sieht das Gegenteil. Die Arbeit eines guten Headhunters sehen Sie kaum. Sie besteht vor allem aus Gesprächen, die nie bei Ihnen landen. Aus Kandidaten, die er aussortiert hat, weil die Motivation nicht stimmt. Aus Leuten, denen er abgeraten hat, weil der Wechsel für sie keinen Sinn ergibt.
Ein Profil, das bei Ihnen ankommt, sollte deshalb das Ergebnis von viel Vorarbeit sein. Sortieren sollten Sie danach nichts mehr müssen.
Woran Sie die Arbeit vor dem ersten Profil erkennen
Vier Dinge können Sie schon im Erstgespräch prüfen.
Er stellt Ihr Anforderungsprofil infrage
Ein guter Headhunter nimmt Ihre Stellenbeschreibung nicht einfach so hin. Er will wissen, welche Kunden der Neue betreuen soll und woran Sie nach einem Jahr seinen Erfolg messen. Er fragt nach, wenn Anforderungen sich widersprechen oder am Markt kaum zu finden sind.
Das kann unbequem sein. Wer Ihnen im ersten Gespräch zu allem zustimmt, sucht später nach Stichworten im Lebenslauf. Und Stichworte verkaufen nichts.
Er sucht bei Leuten, die nicht suchen
Fragen Sie direkt, wie er Kandidaten findet. Wenn die Antwort vor allem aus Anzeigen und Datenbank besteht, bekommen Sie dieselben Bewerber, die Sie schon kennen.
Ein guter Headhunter für Vertrieb recherchiert, in welchen Unternehmen die passenden Leute heute arbeiten. Bei Wettbewerbern oder in Nachbarbranchen mit ähnlichen Kunden. Dann kontaktiert er diese Vertriebler gezielt und diskret. So arbeite ich auch. Wie das bei mir abläuft, steht auf meiner Seite Headhunter für Vertrieb im Mittelstand.
Er stellt nur vor, wen er selbst gesprochen hat
Das ist für mich der wichtigste Prüfstein. Fragen Sie, ob jeder vorgestellte Kandidat vorher ein ausführliches Gespräch mit dem Berater hatte. Und zwar mit dem Berater selbst, der Ihre Stelle kennt.
Ein Lebenslauf zeigt, wo jemand war. Wie jemand verkauft und warum er wechseln will, steht da nicht drin. Das finden Sie nur im Gespräch heraus. Wenn ein Headhunter diese Arbeit auf Sie abwälzt, bezahlen Sie am Ende mit Ihrer eigenen Zeit. Im schlimmsten Fall mit einer Fehlbesetzung, die Sie erst nach der Probezeit bemerken.
Er sagt Ihnen, wenn es schwer wird
Ein seriöser Berater verspricht Ihnen nicht, dass alles schnell und einfach geht. Er sagt Ihnen offen, wenn Ihre Stelle am Markt schwer zu besetzen ist. Und er sagt Ihnen auch, wenn er selbst nicht der Richtige für den Auftrag ist.
Wer Ihnen im Erstgespräch alles zusagt, hat Ihre Stelle meistens noch nicht ganz verstanden.
Was das für Ihre nächste Suche heißt
Bevor Sie den nächsten Auftrag vergeben, stellen Sie im Erstgespräch genau diese Fragen. Hören Sie dabei genau hin, wie konkret die Antworten sind. Ausweichende Antworten sind auch eine Antwort.
Und wenn Sie überlegen, gleich mehrere Headhunter parallel auf dieselbe Stelle zu setzen, lesen Sie vorher meinen Beitrag Mehrere Headhunter für eine Position. Mehr Berater bedeuten oft vor allem mehr Lebensläufe im Posteingang.
Oft liegt es übrigens gar nicht nur am Headhunter, wenn eine Vertriebsstelle offen bleibt. Die häufigsten Gründe im eigenen Haus habe ich im kostenlosen Leitfaden „7 Fehler, warum Ihre Vertriebsstelle offen bleibt“ zusammengefasst. Sie finden ihn unter Ressourcen.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich einen guten Headhunter für Vertrieb?
An der Arbeit vor dem ersten Profil. Er spricht Vertriebler direkt an, die nicht aktiv suchen, und stellt Ihnen nur Kandidaten vor, die er selbst ausführlich gesprochen hat.
Ist es gut, wenn ein Headhunter schnell viele Profile schickt?
Meistens nicht. Viele Profile in kurzer Zeit sprechen dafür, dass er vor allem Datenbanken und Anzeigen nutzt. Dort finden Sie die Leute, die sowieso suchen. Gute Vertriebler sind dort selten.
Welche Fragen sollte ich einem Headhunter im Erstgespräch stellen?
Fragen Sie, wie er Kandidaten findet und ob er jeden Kandidaten vor der Vorstellung selbst gesprochen hat. Achten Sie außerdem darauf, ob er Ihr Geschäft und Ihre Kunden verstehen will.
Muss der Headhunter aus meiner Region kommen?
Nicht zwingend. Bei Vertriebsstellen hilft es aber, wenn er das Gebiet und die Wege kennt, weil ein Außendienstler genau danach fragt. Wenn Sie im Raum Dortmund und im Ruhrgebiet suchen, finden Sie mehr dazu auf meiner Seite Headhunter für Vertrieb in Dortmund.
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